Der Weg ins Finale

Seit 22. Februar haben junge Sängerinnen und Sänger aus 23 Nationen ihr Bestes gegeben, um vor der Jury des 11. Internationalen Gesangswettbewerbs Immling und ihrem Publikum zu bestehen. Am Sonntagabend, 24.2.2019, stand die erste Entscheidung fest: Die Jury hat 28 Gesangstalente für die zweite Runde ausgewählt.

Bereits am Montag, 25. Februar, haben diese Kandidatinnen und Kandidaten erneut die Möglichkeit, die Jury zu überzeugen: Intendant Ludwig Baumann, Dr. Peter Czernin, Artists Manager Kalle Kanttila, Professor Marga Schiml von der Hochschule für Musik Karlsruhe und Professor Frieder Lang von der Hochschule für Musik und Theater München entscheiden noch am selben Abend, welche Sänger ins Finale einziehen dürfen.

Die festliche Opern-Gala der Finalisten findet am 2. März ab 18.00 Uhr im Festspielhaus Immling statt. Für die Finalisten geht es dann darum, einen der begehrten Preise zu gewinnen. Sie singen Highlights der Opernliteratur. Beim Publikumspreis können die Zuschauer für ihren Favoriten voten. Die Preisverleihung findet im Anschluss an die Gala statt.

Unsere Teilnehmer an der zweiten Runde:

 Daniel Weiler, Margaret Newcomb, Tea Trifkovic, Hanna Tverdova, Antonia Dunjko, Shixuan Wei, Stefanie Wagner, Daehoo Kim, Natalie Weinberg, Shiki Inoue, Kseniia Belolipetskaya, Shimon Yoshida, Yohan Ji, Veronika Seghers, Hyuna Lim, Chelsea Dolman, Kyeyoung Kim, Xuewei Liu, Teaa An, Myungin Lee, Eunsoo Lee, Rosanna Cooper, Ines Constantino, Ahyoung Kim, Sung Jin Lee, Julia Danz, Tae-Hwan Yun, Yeani Lee.

Fragen an die Jury:

Herr Dr. Czernin, Sie sind nicht zum ersten Mal in der renommierten Jury des Gesangswettbewerbs. Warum sind Sie dabei?
Ich bin vom Gesamtkonzept Immling, welches erstklassige Aufführungen im Sommer auch mit dem Thema Nachwuchsförderung verbindet, sehr überzeugt. Es ist eine Freude, viele junge Sänger und Sängerinnen in ihrer ganzen professionellen Ernsthaftigkeit zu hören und zu sehen. Ich lerne außerdem beim Hören der jungen Stimmen jedes Jahr eine Menge dazu, vor allem auch durch Gespräche mit den anderen Jurymitgliedern, welche über so große Erfahrung im Hinblick auf Stimmen, Stimmführung, Technik, Interpretation und Repertoire verfügen.

 

Herr Professor Lang, braucht die Stimme Streicheleinheiten?
Ja. Definitiv. Heute scheint es ein Grundsatz zu sein, dass Sängererinnen und Sänger immer jünger immer schwierigere Rollen singen sollen. Das ist nicht richtig. Wir dürfen entschleunigen. Mein Rat an die Sänger ist: Lasst die Stimme reifen und haltet Ruhezeiten ein, damit die Stimme nicht kaputt gemacht wird. Mit der Stimme ist es wie mit Hosenträgern: Einmal ausgeleiert, halten sie nicht mehr. Das kann man nicht mehr reparieren. Sänger sollten in ihrem Fach bleiben, nicht zu schwer singen. Außerdem müssen sie auch den Mut haben, einmal abzusagen, nicht jedes Engagement mitzunehmen. Denn es wartet niemand auf sie. Wenn die Stimme kaputt ist, ist die Gesangskarriere vorbei.

 

Herr Kanttila, was macht einen guten Sänger aus?
Ich suche immer ein ‚Gesamtpaket‘. Der moderne Sänger bringt nicht nur eine hervorragende Stimme mit, sondern kann auch gut spielen, ist ein guter Musiker und beherrscht alle wichtigen ‚Opernsprachen‘: Deutsch, Italienisch, Französisch & Russisch. Mir ist es auch wichtig, dass der Sänger eine angenehme Persönlichkeit hat, dass ich mit ihm offen über alles sprechen kann und er mit Kritik umgehen kann. Als Sänger sollte man nie das Gefühl haben, schon alles zu können, sondern immer bereit sein etwas Neues zu lernen. 

 

Frau Professor Schiml, was ist für Sie das Besondere am Internationalen Gesangswettbewerb Immling?
Ich finde, so sollte die Welt aussehen: Viele Nationen, die sich miteinander vertragen. Musik und Gesang sind Menschenbildung und alle diese Künstler haben keine Schwierigkeiten untereinander. Man kann gar nicht oft genug Veranstaltungen anbieten, bei denen sich junge Menschen aller Nationen kennenlernen. Vielleicht wird die Welt dann besser.

 

2. März 2019, 18.00 Uhr: Festliche Operngala mit Orchester

Aus gesundheitlichen Gründen kann Cornelia von Kerssenbrock an diesem Abend nicht dirigieren. Es spielen die Bad Reichenhaller Philharmoniker unter der Leitung von Kai Röhrig, Professor an der Universität Mozarteum Salzburg, mit dem die Philharmoniker eine langjährige Zusammenarbeit verbindet.

 

Tickets online unter www.immling.de, Ticket-Hotline: 08055 9034-0

Fotos unter www.immling.de
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